Betriebe sollen Bedarf nennen
-as- Darup. Eins machten die Vertreter des CDU-Gemeindeverbandes am Donnerstagabend in Darup deutlich: Wenn ortsansässige Gewerbebetriebe nicht schnell ihren Bedarf an Flächen anmelden, geht Darup bei der Zuweisung von Gewerbeflächen leer aus. „Und wir sprechen nicht von heute oder
morgen, sondern wir stellen jetzt die Weichen für die nächsten zehn bis 15 Jahre“, verdeutlichte CDU-Ortsunionsvorsitzender Siegfried Laske die Dringlichkeit dieser Planungen.
Die CDU hatte zu einem Informationsabend ins Landgasthaus Egbering eingeladen, damit die Gewerbetreibenden ihre zukünftigen Erweiterungspläne darlegen konnten. Als Diskussionspartner war
Raphael van der Poel eingeladen worden, der als CDU Bürgermeisterkandidat das Vorhaben unterstützen möchte.
Zum Einstieg informierte CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle über das Meldeverfahren für den Regionalplan. In diesem wird für ganz Nordrhein-Westfalen festgelegt, wo im Zeitraum des nächsten Jahrzehnts Gewerbeflächen entstehen können. Nottuln will sich zunächst nur für die Gewerbegebiete
Beisenbusch sowie Appelhülsen anmelden. „Bürgermeister Schneider hat aber zugesagt, auch Darup zu berücksichtigen, wenn wir konkreten Bedarf nennen können“, gab CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender
Christian Schulze-Pellengahr an. Standort für ein Gewerbegebiet könnte ein Landstück an der neuen Umgehungsstraße Darup sein, die zurzeit gebaut wird. Zwar waren sich die Anwesenden schnell einig, dass Darup bei den Planungen nicht übergangen werden dürfe. „Unsere Lage ist günstig, die Anbindung an zwei Autobahnen perfekt“, so ein Teilnehmer.
Schulze-Pellengahr nannte fünf Betriebe, die in den vergangenen Jahren aus Darup fortgezogen sind, weil sie sich nicht vor Ort erweitern konnten. Doch die Anwesenden wollten am Donnerstagabend keine konkreten Vergrößerungswünsche preisgeben. „Das sollte möglichst schnell nachgeholt werden“, fordert Siegfried Laske die Daruper Gewerbetreibenden auf.
Sie können sich bei ihm sowie bei den beiden Ratsmitgliedern Norbert Kummann und Paul Leufke melden. „Wir nageln keinen fest, seine Erweiterungspläne auch zu realisieren“, beruhigte er. Es gehe
vielmehr um eine Einschätzung, ob überhaupt langfristig Bedarf an Flächen bestehe.