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Parteivorstand und Fraktion ziehen eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit, haben sich aber für die Gemeinde auch noch viel vorgenommen (v.l.).: stellv. Bürgermeister Paul Leufke, stellv. Vorsitzende Margarete Große Wiesmann, Vorsitzender Dirk Mannwald
11.06.2018 | WN Nottuln

Jahreshauptversammlung des CDU Gemeindeverbandes Nottuln

Hartmut Rulle machte sich fleißig Notizen. Soeben hatte der Fraktionsvorsitzende der CDU in der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes von den Bemühungen der Fraktion berichtet, die Gemeindeverwaltung davon zu überzeugen, die Gemeindeflächen am Heitbrink in Appelhülsen in Bauland umzuwandeln. „Da liegen praktisch 2 Millionen Euro brach, mit denen wir einen Großteil des neuen Appelhülsener Feuerwehrgerätehauses bezahlen könnten“, erläuterte Rulle. Doch weil die Fläche im Regionalplan nicht als Siedlungsfläche ausgewiesen ist, prognostiziere die Verwaltung ein kompliziertes, mehrjähriges Verfahren bei der Bezirksregierung. Diesen Zeithorizont wollte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der als Gast teilnahm, nicht unkommentiert lassen. „Wenn man das zuvor mit der Bezirksregierung bespricht und es keine Probleme gibt, kann so ein Verfahren auch in einem Jahr abgeschlossen sein“, berichtete er von Erfahrungen aus seiner eigenen Bürgermeisterzeit.

Notizen machte sich Rulle auch, als Ratsfrau Roswitha Roeing-Franke den Neubau einer Kreisstraße zur Entlastung des Nottulner Südens anregte. Schulze Pellengahr zeigte sich offen für diesen Vorschlag, machte aber deutlich: Zuvor müsse die Gemeinde ihre Position dazu klären. Von ihr müsse ein Antrag kommen. Und bei so einem Projekt müsse man sehr viel Geduld haben.

Nur zwei von zahlreichen Themen, über die an diesem Abend im Gasthaus Denter diskutiert wurde.

Mitglieder, die angesichts einer wenig spektakulären Tagesordnung (Bericht des Vorsitzenden, des Landrates und aus der Fraktion sowie Delegiertenwahlen für Parteigremien) zu Hause geblieben waren, haben etwas verpasst. Mehr als zweieinhalb Stunden nutzten die knapp 30 erschienenen Mitglieder aus allen Ortsteilen die Gelegenheit, um mit ihren Vorstands- und Ratsmitgliedern zahlreiche kommunalpolitische Themen zu beleuchten. Dabei konnten sie folgende Erkenntnis gewinnen:


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Damit ist bald Schluss: Der Sportverein Arminia Appelhülsen wird aus seinem Tennenplatz einen Kunstrasenplatz machen. 500 000 Euro stellt die Gemeinde dafür zur Verfügung. Foto: Johannes Oetz
Arminia Appelhülsen

Der SV Arminia Appelhülsen übernimmt Verantwortung: Er wird Bauherr für seinen Kunstrasenplatz und bekommt eine halbe Millionen Euro als Budget. Von Frank Vogel

Der Sportverein Arminia Appelhülsen kann seinen Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz umbauen. Der Gemeinderat hat am Dienstag entschieden, dass der Verein das Projekt als Bauherr selbst in die Hand nehmen soll, dabei fachlich von der Gemeindeverwaltung unterstützt wird und einen Zuschuss von 500000 Euro plus eine zehnprozentige Sicherheit (50000 Euro) bekommt, die mit einem Sperrvermerk versehen wird. Die Gemeindeverwaltung wurde beauftragt, bis Ende Juni die vertraglichen Modalitäten mit dem zukünftigen Bauherrn zu klären.

In der vorausgehenden Diskussion bekam Richard Dammann (Grüne) von allen Fraktionen zustimmenden Beifall für sein Lob auf den Verein: „Respekt, was Sie an Vorarbeit geleistet haben.“ Wie schon der Sportverein Fortuna Schapdetten, der seinen Bogensportplatz als Bauherr errichtet, sollte auch den Appelhülsenern diese Aufgabe übertragen werden, fand Dammann. Dafür bekomme der Verein einen Zuschuss von der Gemeinde, mit dem er wirtschaften kann.

Dieses Modell hatte die Gemeindeverwaltung ins Spiel gebracht. Denn: Die Alternative, nach der die Gemeinde Bauherr ist, habe den Haken, dass Eigenleistungen – wie sie die Arminia angeboten hatte – aus rechtlichen Gründen nicht einzubringen seien, hatte Beigeordnete Doris Block im Rat noch einmal erläutert.

„So machen wir das“, fand auch Hartmut Rulle (CDU), der aufs Tempo drückte: „Wir müssen möglichst schnell zu Potte kommen, damit der Verein das Projekt noch in diesem Jahr umsetzen kann.“ Bis Ende Oktober könne ein Kunstrasen eingebaut werden, das sollte man dem Verein ermöglichen. Rulle erinnerte an das auf der Zielgeraden gescheiterte Mehrzweckhallen-Projekt in Appelhülsen: „Die Appelhülsener sollen erfahren, dass sie der Kommunalpolitik vertrauen können.“ Bei 500000 Euro eine Summe, die der Verein kalkuliert hatte – sollte aber Schluss sein, betonte Rulle.

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