Auch wenn der Bürgermeister das Wort Leitbild nicht mehr hören kann: Wir brauchen ein Handlungs-und Entwicklungskonzept Nottuln 2020, war die Forderung des CDU-Ortsvorstandes am vergangenen Donnerstag !
Nur eingebunden in einem solchen Gesamtkatalog machen die einzelnen Massnahmen der Ortsentwicklung Sinn.
Im Moment dränge sich der Eindruck auf, Entscheidungen seien von Zufällen geprägt, meinte der CDU-Ortsvorsitzende Georg Schulze Bisping.
Als Beispiele führte er die Anträge "Barrierefreiheit" der SPD und "fahrradfreundliches Nottuln" den die Grünen jetzt vorlegten, an: Da beantragt man Barrierefreiheit und schickt den Bürgermeister auf den Dachboden, da beantragt man fahrradfreundlich.. und verschiebt geplante Radwege.-Hätte Ratsfrau Walburga Frie (CDU) und der Kreistagsabgeordnete Heinz Schölling (CDU) nicht interveniert, müssten wir heute noch auf den Radweg Dülmener Strasse warten, kritisierte er.
Weiterhin gebe es bisher kein Raumkonzept für die Verwaltung.- Die Frage, was mit dem jetzigen Bürgermeister-Zimmer nach dessen Umzug geschehe, bleibe unbeantwortet. Die Räumlichkeiten für das gemeinsame Finanzzentrum mit Havixbeck haben wir offensichtlich einer Feuersbrunst zu verdanken, meinte er .
Die jetzt von SPD und Grünen vorgelegten Anträge sind sinnvoll, gehören aber in ein Gesamtkonzept !
Die einzeln für sich vorgelegten Anträge haben allerdings keinen Nottuln-spezifischen Bezug und wirken so, als seien sie von einem Positionspapier der Landes- oder Bundesparteien abgeschrieben.
Deshalb sollte man eine knapp besetzte Gemeindeverwaltung nicht mit Stückwerk konfrontieren. Auch für die Verwaltung sei eine belastbares Zukunftskonzept sinnvoll, damit die kreative Kraft der Mitarbeiter zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde zielgerichtet eingesetzt werden könne.
Wo bleiben die Planungen für die Ortsteile, - wo eine Entwicklungsstrategie für Darup und Nottuln nach Fertigstellung der jeweiligen Umgehungsstrasse ?" fragt die CDU ! Zu diesem Themenkomplex will der Nottulner Ortsverband jetzt ein Positionspapier erarbeiten und der Fraktion zur weiteren Beratung zuleiten. Aber auch hier gelte der Grundsatz: Qualität vor Aktionismus.