CDU Gemeindeverband Nottuln

Chance für Appelhülsen

Appelhülsen - Die Appelhülsener CDU-Vertreter und der Bürgermeister sind sich einig: „Das wäre eine Bereicherung für Appelhülsen.“ Der Nottulner Ortsteil hat beste Chancen, ein kleines Einkaufszentrum zu bekommen. In unmittelbarer Nähe des K+K-Marktes möchten ein Investor und das Unternehmen Netto einen Discountmarkt errichten.
Ein Discounter wäre für Appelhülsen gut, sind die CDU-Politiker Thomas Höcker (l.), Dr. Bruno Voß (Mitte), Gerhard Dörndorfer (2.v.r.) und Hartmut Rulle (r.) gemeinsam mit Bürgermeister Peter Amadeus Schneider überzeugt.
Zustande gekommen ist der Kontakt des Lebensmitteldiscounters, dessen Expansions-Abteilung in Norddeutschland sitzt, über die Appelhülsener Ortsunion. Deren Vorsitzender Thomas Höcker war im Januar von dem Unternehmen angesprochen worden und hatte sofort die Chance für Appelhülsen erkannt.

Er holte die Gemeindeverwaltung mit ins Boot, und Mitte März stellte sich das Unternehmen bei der Ortsunion, Bürgermeister Peter Amadeus Schneider und seiner zuständigen Mitarbeiterin, Milena Schauer, vor. „Die Präsentation hat überzeugt, das Unternehmen macht einen verlässlichen und seriösen Eindruck“, sagt Schneider. Mit einem solchen Markt könne man Kaufkraft binden, die Appelhülsener sparen sich manchen Weg, und selbst die Schapdettener könnten davon profitieren, weil sie schneller in Appelhülsen als am Rhodeplatz sind.

Knapp 800 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen geschaffen werden, das Grundstück dafür ist der rund 2700 Quadratmeter große Park neben dem K+K-Parkplatz. Diese Fläche gehört der gemeindeeigenen und zuletzt schwer gebeutelten GIG, die bei einem Verkauf natürlich etwas verdienen kann. Bauherr sei ein privater Investor, Netto miete das Haus an, erklärt Höcker.

„Wir haben mit K+K gesprochen, die würden eine solche Ansiedlung begrüßen“, sagt Dr. Bruno Voss. Die Sortimente seien nicht identisch, der Parkplatz könne gemeinsam genutzt werden. Und Gerhard Dörndorfer bestätigt: „K+K wollte schon früher einen Discounter in seine Nähe holen, zwei Versuche sind jedoch damals gescheitert.“ Dass sich in einem kleinen Einkaufszentrum auch jemand findet, der die leer stehenden separaten Geschäftsräume im K+K-Gebäude (120 Quadratmeter) nutzt, werde dann auch wahrscheinlicher, glaubt Höcker.

Der kleine Park, den der Heimatverein hergerichtet hat, dürfe natürlich nicht sang- und klanglos verschwinden, betont Bürgermeister Schneider. „Wir wollen das Bürgerengagement würdigen, die Grüne Insel muss an anderer Stelle neu eingerichtet werden. Wir werden da eine Lösung finden.“

Eigentlich ist die Fläche für soziale Zwecke reserviert gewesen, gedacht hatten die Planer damals an einen Kindergarten. „Aber in absehbarer Zeit ist nicht damit zu rechnen, dass Appelhülsen einen dritten Kindergarten braucht“, macht Schneider deutlich. Trotzdem muss die Fläche umgewidmet, also ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden. Und selbst wenn der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss noch vor den Sommerferien fassen sollte, wisse man nicht, wie lange ein solches Verfahren dauert. Unter anderem müsse auch ein Lärmgutachten erstellt werden, erklärt der Bürgermeister.

Ein zentraler Punkt für Hartmut Rulle: Man müsse die Anlieger frühzeitig informieren, damit sich kein Gegeneinander entwickelt. „Vor allem ein Gutachten zum Lärm ist mir wichtig.“ Hier könne objektiv nachvollziehbar dargestellt werden, was die Bürger zu erwarten haben. „Alles rund um den Lärmschutz müssen wir in den Griff bekommen.“

Ein Marktgebäude zwischen dem Parkplatz und der Wohnbebauung könnte sich dabei durchaus als Vorteil erweisen, den Autolärm abhalten, schätzt Bürgermeister Schneider.