CDU Gemeindeverband Nottuln

Krematorium im Beisenbusch umstritten!

CDU-Fraktion zum geplanten Bau eines Krematoriums in Nottuln

Die Gemeindeverwaltung ist seit geraumer Zeit mit einem privaten Investor in Gesprächen, der im Gewerbegebiet Beisenbusch den Bau eines Krematoriums plant. Hierüber ist bislang stets unter Ausschluss der Öffentlichkeit in den politischen Gremien der Gemeinde diskutiert worden. Die CDU hat jetzt für die Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Umwelt und Ordnungswesen am 13.01.16 beantragt, das Thema öffentlich zu diskutieren. CDU-Ratsfrau Margarete Große Wiesmann: "Es ist wichtig, bei einem so hoch sensiblen Thema die Öffentlichkeit mit ein zu beziehen. Eigentlich ist es sogar eine Selbstverständlichkeit so zu handeln. Schließlich besteht eine Verantwortung gegenüber den Gewerbetreibenden im Beisenbusch und den Anwohnern am Beisenbusch. Die Sinnhaftigkeit vom Bau und Betrieb an dieser Stelle ist äußerst fraglich. Das Projekt muss deshalb öffentlich diskutiert werden“.
Die Verwaltung ist zwischenzeitlich dem CDU-Antrag auf öffentliche Diskussion nachgekommen. Der Investor wird seine Planungen im Ausschuss vorstellen. Die CDU will im Rahmen der Diskussion Größe, Erschließung und Leistungsumfang der geplanten Maßnahme klären und den Bürgern die Möglichkeit geben, im Ausschuss Fragen zu stellen und sich zu äußern. In diesem Zusammenhang verweisst die CDU auf einen umfangreichen Verwaltungsvorgang zum Bau eines Krematoriums in Dülmen. Dort ist dieses Projekt mit Erfolg beklagt worden. Das Bundesverwaltungsgericht hat letztlich entschieden, dass ein Krematorium mit Abschiedsraum mit der Zweckbestimmung eines Gewerbegebiet unvereinbar ist. Nach diesem Urteil „prägen die werktägige Geschäftigkeit und der Umgebungslärm in einem Gewerbegebiet den Vorgang der Einäscherung als Teil der Bestattung in einer gewerblich-technischen Weise“. Das sei mit der kulturellen Bedeutung eines Krematoriums mit Abschiedsraum nicht vereinbar. Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle: „Wir begrüßen, dass Investor und Verwaltung sich jetzt der öffentlichen Diskussion stellen. Das hätten wir uns von Anfang an gewünscht. Aber immerhin: Nun kann alles Weitere im Rahmen der öffentlichen Sitzung geklärt werden“.