CDU Gemeindeverband Nottuln

Sehr wohl faire Verlierer

Stellungnahme nach der Wahl

Am Donnerstagabend kam der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Nottuln zusammen, um eine erste Bewertung der Bürgermeisterwahl vorzunehmen und über das weitere Vorgehen zu beraten. Ortvorsitzende Silke Beckhaus konnte in der sehr gut besuchten Veranstaltung auch viele Gäste aus den anderen Ortsteilen begrüßen. „Wir sind alle zutiefst enttäuscht, dass es uns nicht gelungen ist, eine Mehrheit von Nottulner Bürgern in der finanziell so schwierigen Lage der Kommune von der großen Bedeutung von Führungs- und Wirtschaftskompetenz gepaart mit bester Ortskenntnis zu überzeugen. Wir danken Dirk Mannwald für seinen tollen und unglaublich engagierten Wahlkampf,“ fasste Silke Beckhaus das Stimmungsbild aller Anwesenden zusammen. „Wir sind sehr wohl faire Verlierer und gratulieren Frau Mahnke zum Wahlsieg.“

 

Ganz wichtig war ihr, die in der Öffentlichkeit viel Emotion auslösende Aussage von Dr. Bruno Voß zum Thema Frau in den korrekten Kontext zu stellen. „Frau Mahnke selbst hat am Wahlabend im Gymnasium und am Morgen danach in der Lokalzeit Münsterland die Aussage getroffen: „Nottuln war reif für eine Frau!“ Genau darauf hat Dr. Voß reagiert. Frausein für sich alleine ist kein Qualifikationsmerkmal. Und Mannsein natürlich auch nicht.“

Die CDU Nottuln geht in ihrer Wahlanalyse davon aus, dass es nicht nur einen, vielmehr eine Reihe von Gründen für den Wahlausgang gibt. Stv. Ortsvorsitzender Martin Uphoff: „Zunächst einmal war es mehr eine Parteienwahl als eine Personenwahl. Hier in Nottuln ist die CDU zwar die mit Abstand stärkste Partei. 47,3 % sind aber eben nicht die Mehrheit, die sich aus 5 weiteren Parteien rekrutiert hat. Dann haben wir es mit Blick auf die Wahlbeteiligung nicht geschafft, unser Wählerpotenzial gerade im Ortsteil Nottuln und in den ländlichen Außenbezirken auszuschöpfen. Erfreulich dagegen ist die Tatsache, dass sich die Bürger aus Appelhülsen und Darup mehrheitlich für einen Bürgermeister aus Nottuln ausgesprochen haben. Auch in Schapdetten war es knapp. Des Weiteren haben Wirtschaftskompetenz, Ortskenntnis und Ortsverbundenheit nicht den Stellenwert erhalten, den wir uns erhofft haben.“ „Wir werden die Analyse in der kommenden Sitzung des Gemeindeverbandsvorstands vertiefen und im November in einer Mitgliederversammlung auch unsere Mitglieder zu Wort kommen lassen“, kündigte die stv. Gemeindeverbandsvorsitzende Margarete Große Wiesmann an.

 

Einen ersten Blick nach vorne richtete Markus Lunau, stv. Fraktionsvorsitzender: „Der Wahlkampf hat uns noch mehr zusammengeschweißt. Wir werden uns jetzt noch einmal ordentlich schütteln und dann unsere lösungsorientierte und auf das Gemeindewohl ausgerichtete Ratsarbeit weiter fortsetzen. Das Wahlprogramm von Dirk Mannwald bleibt uns schließlich Verpflichtung!“