Dirk Mannwald ist bereit
Die CDU hat das „Geheimnis“ um ihren Bürgermeisterkandidaten gelüftet: Der Nottulner Dirk Mannwald wirft seinen Hut in den Ring. Der 44-Jährige will am 13. September Bürgermeister werden. Mannwald hat das Findungsteam um Markus Lunau mit seinen Qualifikationen überzeugt, und auch der Vorstand des Gemeindeverbands hält den Nottulner für den richtigen Mann. Am 16. Januar (Freitag)werden die CDU-Mitglieder auf einer außerordentlichen Versammlung um ihre Zustimmung gebeten.
Dirk Mannwald ist vielen Nottulnern aus seiner Tätigkeit bei der St.-Antoni-Bruderschaft bekannt, deren 1. Vorsteher und Geschäftsführer er ist und deren König er 2008 war. „Und das ist weit mehr, als nur Schützenfest zu feiern“, betont er. „Das caritative Engagement der Bruderschaft begründet ihren guten Ruf und zeigt auch die notwendige Ernsthaftigkeit.“ Politisch in der CDU beheimatet, hat Mannwald im Vorstand der Jungen Union und als Sachkundiger Bürger im Gemeinderat Erfahrungen gesammelt.
Beruflich ist der 44-jährige zweifache Familienvater als nationaler Group Account Manager bei der Anheuser-Busch InBev Deutschland GmbH & Co. KG für den gesamten deutschen Getränkefachmarkt zuständig. Das Unternehmen mit Sitz in Bremen ist die weltweit größte Brauereigruppe.
„Mir macht meine Arbeit Spaß. Aber orientiert ist sie immer am Aktienkurs des Unternehmens. Als Bürgermeister würde ich direkt für die Menschen, die Bürger Nottulns, arbeiten. Das finde ich sinnstiftender“, sagt er zu seiner Motivation. Seine beruflichen Qualifikationen – der Umgang mit „großen und kleinen Zahlen“, die Fähigkeit, strategisch zu planen, Prozesse zu moderieren und auch die Mitarbeiterführung – seien für die Aufgaben eines Bürgermeisters grundlegend, sagt Mannwald und fühlt sich dementsprechend gut gerüstet.
Die Gemeinde Nottuln sieht er in vielen Dingen sehr gut aufgestellt. Nachholbedarf gebe es aber vor allem beim Thema Wirtschaft. „Die Vermarktung des Gewerbegebietes Beisenbusch müssen wir proaktiver betreiben, auch Betriebe von außerhalb nach Nottuln holen, um so zusätzliche Einnahmen zu generieren.“ Er sehe sich als Bürgermeister zwar als erster Wirtschaftsförderer, aber ein hauptamtlicher Mitarbeiter sei trotzdem notwendig. „Da haben wir als CDU ja Druck gemacht und sind froh, dass für 2015 im Haushalt Geld für eine solche Stelle steht“, bekräftigt stellvertretender Fraktionsvorsitzender Markus Lunau.Im Blick habe er, sagt Mannwald, auch die Landwirtschaft, die die Gemeinde mit präge. Schnelles Internet und die Ortskernentwicklung in Nottuln seien ebenfalls wichtige Ziele. Dabei wolle er aber die anderen Ortsteile auf keinen Fall aus dem Blick verlieren, betont Mannwald. Es gebe begrenzende Rahmenbedingungen, innerhalb derer aber müsse das Engagement der Bürger gefördert werden. Er wolle vor allem auch an längerfristigen Perspektiven arbeiten, um auf mögliche Entwicklungen rechtzeitig reagieren zu können, die Grundschule in Schapdetten sei ein mahnendes Beispiel.
Bei den Finanzen setzt Mannwald auf die Verbesserung der Einnahmen, „auf der Kostenseite ist Nottuln gut aufgestellt“. Ehrenamt und Feuerwehr seien voll zu unterstützen, für Nachhaltiges müsse trotz Finanzknappheit investiert werden.
Bei den sozialpolitischen Themen gibt Mannwald ein Bekenntnis zur Schullandschaft ab, möchte aber daran arbeiten, die Schüler für die weitergehenden Schulen am Ort zu halten. Der Zuzug weiterer Familien sei wünschenswert. „Wir sind hier gut bei den Jugendlichen und den älteren Menschen. Unsere Flanke ist, dass die Nottulner nach Studium oder Ausbildung nicht zurückkommen.“ Dabei sei eine gute Infrastruktur für Familien vorhanden, mit dem anvisierten Baugebiet „Südlich Lerchenhain“ auch Wohnraum da. „Das müssen wir bekannt machen.“