CDU Gemeindeverband Nottuln

„Wir sind im Zeitplan“

Weitgehend fertiggestellt ist das Regenrückhaltebecken mit einem kombinierten Leichtflüssigkeitsabscheider direkt neben der Nonnenbachtalbrücke.	 Foto: Frank Vogel

Umgehungsstraße Nottuln

Die Arbeiten an der Umgehungsstraße gehen voran. Wie ist der Stand der Dinge an den einzelnen Baustellen? Ein Überblick.

„Wir liegen im Zeitplan.“ Diplom-Ingenieur Reiner Weidekemper, Projektleiter des Landesbetriebs Straßen.NRW, ist mit dem Baufortschritt der Nottulner Ortsumgehung zufrieden. Und hofft auf einen milden Winter, „damit wir durchbauen können“. Der Stand der Dinge an den einzelnen aktuellen und geplanten Baustellen:

Für den Kreisverkehr am Draum (L577), den der Landesbetrieb sich auf Wunsch der Gemeinde als Alternative zu einer Kreuzung vorstellen kann (wir berichteten), fehlt noch die Zustimmung der Anlieger. Diese ist Voraussetzung dafür, dass der Kreisverkehr anstelle einer Kreuzung gebaut wird. Sind die Anlieger einverstanden, muss die Planfeststellungsbehörde das Vorhaben noch genehmigen.

Für die Rad- und Gehwegunterführung im Nonnenbachtal ist der sogenannte Überbau erstellt. Jetzt fehlt noch das, was die Straßenbauer Ausstattung nennen: Brückenkappen, Geländer, die Abdichtung.

Die große Autobrücke über das Nonnenbachtal ist ebenfalls im Überbau fertig. Kappen, Bewehrung, Schalung und Abdichtung sind hier ebenfalls noch zu errichten. Die Überflughilfe für Fledermäuse sei, so Reiner Weidekemper, „auf einem guten Weg“. 

Das für das Wasserschutzgebiet wichtige Regenrückhaltebecken mit einem kombinierten Leichtflüssigkeitsabscheider direkt neben der Brücke sei ebenfalls bis auf die Ausstattung (zum Beispiel mit begehbaren Gittern) fertig. Hier sind noch abschließende Erdarbeiten zu erledigen und der Straßenanschluss herzustellen. Der Boden, der nach seiner jeweils besonderen Beschaffenheit und seinem Bewuchs getrennt worden ist, wird wieder an den Stellen eingebaut, wo er ausgehoben worden ist. „Wenn das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht, dann sollen diese Arbeiten zur Vegetationsperiode im kommenden Frühjahr erledigt sein“, erklärt Pressesprecher Josef Brinkhaus.

„In Ordnung gebracht“ werden soll dann auch noch die Zufahrt zum Wasserwerk. 

Die jüngste Einzelbaustelle ist die am Uphovener Weg. Dort haben die Arbeiten im August begonnen. Der Landesbetrieb hat – bevor die Arbeiten (Aushub der Baugrube, Fundierung) losgingen – zunächst eine provisorische Umfahrung (mit Ampelanlage) eingerichtet. Die Brücke, die hier den Uphovener Weg (K18) über die zukünftige Umgehung führen wird, ist 19 Meter weit (von Widerlager zu Widerlager) und zwischen den Brückengeländern 11,55 Meter breit. Neben der Autofahrbahn gibt es noch auf einer Seite einen Radweg. Weil die Umgehung in einem Geländeeinschnitt verläuft, musste hier ungewöhnlich viel Boden ausgehoben werden: 3000 Kubikmeter. Im Frühjahr hoffen die Straßenbauer, fertig zu werden.

Die Radwegunterführung am Harfelder Weg wird im Zuge der Straßenbauarbeiten später errichtet.

Das als erstes angefangene Brückenbauwerk ist das am Mittelweg. Dieses steht inzwischen, die Rampen seien, so Reiner Weidekemper „kurz vor der Vollendung“.

Zur umstrittenen Brücke am Vogelbusch, die auch schon sehr weit fortgeschritten sei, geben die beiden Fachleute keinen Kommentar ab: „Wir sind mit den Anliegern noch im Gespräch.“

Die Anbindung an die alte B525 im Anschluss an das Industriegebiet wird – wie berichtet – nicht als Kreisverkehr ausgeführt, weil dieser nicht leistungsfähig genug wäre, wie der Landesbetrieb errechnet hat.

Die verschiedenen Brückenbauwerke sollen also im Frühjahr weitgehend stehen, dann soll der eigentliche Straßenbau mit den Erd- und Deckenarbeiten beginnen. Zum Abschluss folgt dann noch die „Ausstattung“ etwa mit Schildern, Leitpfosten oder Fahrbahnmarkierungen. Für die Straßenbaumaßnahmen sind rund zwei Jahre Bauzeit angesetzt.