CDU trauert um Heinz Bröckerhoff
Er hat als damals jüngster Schulleiter in Nordrhein-Westfalen die Geschwister-Scholl-Hauptschule mitgegründet.
Heinz Bröckerhoff kam 1965 mit seiner Gattin Hildegard als Rektor für die Nottulner Volksschule nach Nottuln. Die Schule war damals noch auf sieben Standorte verteilt.
Bröckerhoff, der am 23. Februar 1935 geboren wurde, hat als damals jüngster Schulleiter von NRW maßgeblich dazu beigetragen, dass die Nottulner Hauptschule einen hervorragenden Ruf hat. Insgesamt 35 Jahre leitete Bröckerhoff die Schule, ehe er 1999 in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Die Kollegen haben Heinz Bröckerhoff als „ihren” Schulleiter und als Mensch und Kollegen sehr geschätzt. „Es haben sich in der Schulgemeinde alle wohlgefühlt, Schüler, Eltern und die Leherinnen und Lehrer, dafür stand die außergewöhnliche Persönlichkeit dieses Rektors“, beschrieben ihn im Februar aus Anlass seines Geburtstages seine ehemaligen Kollegen und Weggefährten.. Er hat Generationen von Schülern auf ihrem Schulweg begleitet, viele erinnern sich heute noch gern an die Schulzeit, besonders die von ihm organisierten Studienfahrten nach Berlin sind in Erinnerung geblieben. Auch der von ihm ins Leben gerufene Adventsbasar der Hauptschule war überregional bekannt und mit seinem Namen verbunden.
„Er hat seinen Beruf als Lehrer geliebt und war uns Vorbild“, betont Lehrer Helmut Brandes. Goethe, den Heinz Bröckerhoff sehr schätzte, müsse ihn eigentlich gekannt haben, weil er seine Lehrerpersönlichkeit treffend formuliert habe: „Ein Lehrer, der das Gefühl an einer einzigen guten Tat, an einem einzigen Gedicht erwecken kann, leistet mehr als einer, der uns ganze Reihen untergeordneter Naturbildungen der Gestalt und dem Namen nach überliefert.”Noch in der Diskussion um die Sekundarschule hat Heinz Bröckerhoff sich aktiv in die Kommunalpolitik eingebracht. Von den Plänen, die Gemeindeverwaltung in dem Gebäude der Geschwister-Scholl-Schule unterzubringen hielt Heinz Bröckerhoff gar nichts.
Mit tiefem christlich geprägten Werteverständnis hat er "seine Hauptschule" geleitet und sich innerhalb der CDU engagiert, der er seit vielen Jahrzehnten angehörte.. Wir verlieren mit ihm einen überzeugten, kritischen Christen, der vielen Nottulnern Vorbild war.
Unser Mitgefühl in diesen Tagen gilt seiner Ehefrau Hildegard und seiner gesamten Familie.
(Textauszüge aus der WN-Berichterstattung über den 78. Geburtstag von Heinz Bröckerhoff im Februar d.J. )