Die Zukunft im Blick
Das inhaltlich sehr umfangreiche, textlich aber auf zwölf DIN-A-4-Seiten noch übersichtlich formulierte Werk war im Vorfeld in mehreren Arbeitsgruppen erstellt worden. Darüber hinaus wurden zwölf „Ausrufezeichen für die Gemeinde Nottuln“ formuliert, eine Art Zusammenfassung der Leitlinien.
Dass die Arbeitsgruppen gute Arbeit geleistet haben, bestätigte nicht nur CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Dr. Bruno Voß. Das hinderte die Mitglieder aber nicht daran, fast zweieinhalb Stunden lang einzelne Aspekte zu diskutieren. Eine gewollte Diskussion mit einem für die CDU-Spitze positivem Ergebnis: Einstimmig billigten die Mitglieder das Positionspapier für die Kommunalwahl 2014.
„Lokal verankert, regional vernetzt, die Zukunft im Blick: Ihre CDU in der Gemeinde Nottuln.“ Unter diesem Motto möchten die Christdemokraten beim Wähler punkten. Mit ihren Leitlinien nimmt die CDU Stellung zu nahezu allen Bereichen des kommunalen Lebens. „Durch unser christlich geprägtes Werteverständnis wollen wir für das gesamte Spektrum des menschlichen Zusammenlebens Verantwortung übernehmen“, heißt es in der Präambel. Und Markus Lunau betont: „Wir fangen nicht bei Null an.“ Vielmehr baue man auf die gestaltende Arbeit dieser Ratsperiode auf. Die CDU will sich dabei bewusst von den anderen Mitbewerbern abgrenzen.
Beispiel Schulen: So enthalten die Leitlinien ein vorbehaltloses Ja zu „unserer beispielhaften Schulstruktur in Nottuln“. „Wir müssen daran arbeiten, dass alle Eltern Wertschätzung für unsere guten Schulen empfinden.“
Beispiel Baulandpolitik: Nachverdichtung und Projekte wie „Jung kauft Alt“ werden unterstützt, reichen aber nicht aus. „Wir brauchen eine bedarfsorientierte Baulandpolitik“, betonte Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle. Dazu gehören auch neue Baugebiete. Und dies in allen Ortsteilen.
Beispiel Wirtschaft: „Dieses Thema ist in der Verwaltung nicht ausreichend besetzt“, betonte Ratsmitglied Georg Schulze Bisping. Die CDU will daher nicht nur die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft intensivieren, sondern unter anderem auch die Stelle eines qualifizierten Wirtschaftsförderers in der Verwaltung schaffen. Und zur Wirtschaft gehört auch der Tourismus. Die Stiftsgeschichte soll zum Zugpferd der Tourismusförderung werden.
Natürlich enthalten die Leitlinien auch Aussagen zum Ehrenamt (keine weitere Belastung der Vereine), zur Familien-/Sozialpolitik (Koordinationsstelle für Familien/Menschen in Notlagen), zur Jugend (Förderung der Jugendarbeit), zur Landwirtschaft (Stärkung regionaler Vermarktungsstrukturen), zur Gemeindeentwicklung (Umsetzung Hochwasserschutz Schapdetten und Ortskernumgestaltung Darup) und zu den Finanzen. Der Weg der soliden Haushaltswirtschaft soll nicht verlassen werden. Für den Fall, dass sich nun finanzielle Spielräume ergeben, will die CDU die Gemeindesteuern senken und damit den Bürger entlasten (Lunau: „Das haben wir versprochen.“), anteilig Schulden vorzeitig tilgen und anteilig nachhaltige Investitionen in Vereine, Schulen, Straßen und sonstige Infrastruktur tätigen. In den Ausrufezeichen heißt es: „Für uns als CDU gilt: Alle Menschen in unserer Gemeinde sollen sich wohlfühlen können - heute und in Zukunft!“