CDU Gemeindeverband Nottuln

Akuter Handlungsbedarf

CDU informiert sich über barrierefreien Pflasterklinker bei der Fa. Hagemeister

„Glatt und eben sollen sie sein – aber rutschfest; außerdem müssen sie sich in das Gesamtbild im historischen Ortskern harmonisch einfügen - so einfach ist das“, formulierte Roswitha Roeing-Franke für die CDU die Anforderungen an einen Pflasterklinker, der den Nottulner Ortskern „barrierefrei“ machen soll. Mit Rollstuhl, Rollator oder einfacher Gehbehinderung soll der Ortskern besser begehbar werden und muss dringend hierzu umgestaltet werden.

Da es hier im Ausschuss für Gemeindeentwicklung zwar erste Muster gab, aber keine konkreten weiteren Informationen, vereinbarte die CDU Ratsfrau nun selbst einen Termin mit den Fachleuten vor Ort: Dr. Christina Hagemeister, Geschäftsführerin des gleichnamigen Klinkerwerkes und Klinker-Fachmann Andreas Gertz informierten am Mittwochnachmittag die CDU. Begleitet wurde die CDU-Delegation vom Behindertenbeauftragten der Gemeinde Nottuln, Eberhard Wenzel, der die Gelegenheit nutzte, auf den Grundsatz des Behinderten-Gleichstellungsgesetzes hinzuweisen, in dem definiert wird: „Barrierefrei sind bauliche Anlagen, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemeinen üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.“

Eberhard Wenzel nutzte die Gelegenheit auf die weiteren Einschränkungen hinzuweisen, die z.B. Menschen mit Sehbehinderungen zu bewältigen haben. Die Firma Hagemeister hatte zusätzlich noch Hans Stegemann und Betreuerinnen aus dem Haus Margarete aus Nottuln eingeladen, die aus Sicht von Betroffenen von den täglichen Barrieren berichten konnten.

Andreas Gertz (Fa. Hagemeister) erläutert den Besuchern die Eigenschaften von Pflasterklinker
„Wir müssen jetzt aktiv werden und auch die Fördermöglichkeiten der EU, des Bundes und Landes nutzen“, gab Roswitha Roeing-Franke jetzt die weitere Richtung vor. Nahmobilitätsförderung und die Förderungsmöglichkeit der „barrierefreien Stadt“ nannte sie als Beispiel. Hier erwarte die CDU nun auch dringend die weiteren Vorlagen und Aktivitäten aus dem Rathaus.