CDU Gemeindeverband Nottuln

Inklusion in Nottuln

Vor Einführung der Inklusion muss die Landesregierung zunächst ihre Hausaufgaben machen und Standards definieren, meint Silke Beckhaus, die jetzt ein Positionspapier der Nottulner CDU zum Thema Inklusion erarbeitet hat.

Zunächst, so Beckhaus weiter, müssten die Voraussetzungen an den Schulen überprüft werden. Abgesehen von räumlichen Voraussetzungen (Klassenräume, sanitäre Anlagen)sollten die pädagogischen Eckdaten als Standard festgelegt werden und den Schulen und Pädagogen die realistische Möglichkeit gegeben werden, diese dann zu erfüllen.

Lehrkräfte an Regelschulen haben bislang wenig Erfahrung im Umgang mit Kindern mit Behinderungen. Kann zum Beispiel eine Gymnasiallehrkraft auf die sehr unterschiedlichen Defizite  der Kinder (körperliche Einschränkungen, Einschränkungen in der auditiven, taktilen und/ oder visuellen Wahrnehmungsverarbeitung usw.) ohne entsprechende Fortbildung angemessen  reagieren? Zu einem zukunftsfähigen Konzept gehört, die vorhandenen pädagogischen Fähigkeiten der Lehrkräfte durch Fortbildungen so aufzubauen, dass sie sich durch die Herausforderungen, die die Inklusion mit sich bringt, nicht überfordert und allein gelassen fühlen.

Der Unterrichtssaufbau, die Lehrmaterialien und auch die Leistungsbewertung müssen neu durchdacht werden. Sind 45-Minuten-Einheiten dann noch sinnvoll? Welche Personen (Therapeuten, Schulbegleiter etc.) müssen zur Unterstützung in das Unterrichtsgeschehen eingebunden werden? Wer trägt die Kosten?

Quelle: CDU NRW
Mängel im Konzept führen schnell dazu, dass gegenseitiges Verständnis und Respekt leiden. Gerade Kinder mit besonderen Beeinträchtigungen haben oft ein ausgeprägtes Problembewusstsein und entwickeln schnell hohen Leidensdruck.  Kinder haben ein Recht auf einen guten, ihren individuellen Schwierigkeiten angemessenen Unterricht.