Einstimmig ist am Freitagabend Dr. Bruno Voß zum neuen Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Nottuln gewählt worden. Die rund 30 Anwesenden bestimmten ihn während der Mitgliederversammlung im Landgasthaus Egbering in Darup zum Nachfolger von Dieter Welbers, der ebenso wie Margarete Große Wiesmann als stellvertretender Vorsitzer aus den Wahlen des Abends hervorging.
Wiedergewählt wurde Schriftführer Detlef Mesenbrock. Das Amt des Schatzmeisters übernahm Julian Allendorf von Markus Lunau. Den 14 Personen starken Vorstand machen Silke Beckhaus, Erich Hausmann, Thomas Hülsken, Heinz Mentrup, Heinz Niederschmidt, Klaus Overesch, Hartmut Rulle, Friedhelm Timpert und Martin Uphoff als Beisitzer komplett. Zum Abschluss der Wahlen bestimmten die Mitglieder auch noch die elf Delegierten für den Kreisparteitag.
Bevor Kreisgeschäftsführer Hans-Peter Egger die Leitung der Wahlen übernahm, hatte Welbers erklärt, dass in den letzten zwölf Monaten die CDU-Ratsvertreter Akzente gesetzt hätten und war näher auf die Schwerpunktthemen NRW-Wahl, Windkraft, Sekundarschule, Umgehung Nottuln und Gewerbegebiet Beisenbusch eingegangen. Beim Ausblick war er sich sicher: „Im September ist mit einem Wahlkrimi bei der Bundestagswahl und in Bayern zu rechnen.“ Welbers informierte, dass er aus persönlichen Gründen nicht mehr für den Posten des Vorsitzenden kandidieren werde. Im Namen aller Ortsvereinsvorsitzenden dankte ihm Georg Schulze Bisping für seine zwei Jahre als Vorsitzender. „Er übergibt heute ein wohl bestelltes Haus.“ Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle überreichte Welbers ein Präsent als Dankeschön von der Fraktion.

Schriftführer Detlef Mesenbrock verlas den Bericht von Kassenprüfer Norbert Burke, der keine Beanstandungen gehabt hatte, sodass die Mitglieder den Vorstand entlasteten. Zwischen den Wahlgängen berichteten Norbert Kummann aus dem Kreistag, Hartmut Rulle aus Fraktion und Rat und die stellvertretende Kreisvorsitzende Roswitha Roeing-Franke über die Arbeit vom Kreisverband und Kreisvorstand der CDU ein.
Einen ausführlichen Blick warf MdB Karl Schiewerling während der CDU-Gemeindeverbandsversammlung auf die Bundespolitik. Er erinnerte an die Regierungsbildung in 2009 zu einer „herausfordernden Zeit in der Bundespolitik und in Deutschland“ und ging auf die Finanz- und Wirtschaftskrise ein. „Durch die Euro-Krise sind wir noch nicht durch, weil die Ursachen noch nicht beseitigt sind“, meinte Schiewerling und lobte das Vorgehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Schritt für Schritt durch die Krise gehe.
Auch der Frage nach sozialer Gerechtigkeit widmete er sich, ging auf das Einbeziehen der Tarifpartner beim Lohngefüge und die Problematik von Werkverträgen ein. Ebenfalls vermittelte er der Versammlung seine Meinung zur Altersarmut und Familienpolitik. „Die Entwicklung der Kinder ist die Kernfrage auch für die Zukunft“, lag ihm dabei besonders am Herzen.