CDU und UBG geben gemeinsam den Takt vor
In der Diskussion über eine neue Trauerhalle für Appelhülsen geben CDU und UBG weiterhin gemeinsam den Takt vor. Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung setzten beide Parteien am Mittwochabend mit ihrer Mehrheit einen CDU-Antrag durch, wonach im nächsten Jahr im Gemeindehaushalt Planungskosten in ausreichender Höhe, mindestens 10 000 Euro, für das Trauerhallen-Projekt eingestellt werden. Es handelt sich dabei um eine Empfehlung an den Gemeinderat, der jetzt abschließend darüber zu entscheiden hat.
Gegen dieses Vorgehen stimmten die Mitglieder von SPD, Grünen und FDP. Auch Bürgermeister Schneider hatte sich ablehnend geäußert und als Kompromiss eine Vertagung vorgeschlagen. Vergeblich.Nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Hartmut Rulle muss die Gemeinde nun in die Phase des Handelns eintreten. Es gehe darum, der Bevölkerung in Appelhülsen ein deutliches Signal zu geben. Das Thema Tauerhalle sei nach wie vor akut und lebendig, begründete Rulle den CDU-Antrag auf Planungsmittel.
Unterstützung erhielt er von der UBG. Ratsmitglied Alfred Hübner warb dafür, sich dem Thema weiterhin mit Intensität und notwendiger Ernsthaftigkeit zu widmen und trotz mancher Bedenken das Projekt anzupacken.
Kritik kam von SPD, FDP und Grünen. Ratsherr Sascha Michalek (SPD) erinnerte an den Ratsbeschluss, zur Konsolidierung des Haushalts keine weiteren freiwilligen Ausgaben zu beschließen. Valerie Fender (SPD) ergänzte: „Wir haben nichts gegen eine Trauerhalle, aber wir haben derzeit kein Geld dafür.“ Darauf wies auch Ratsherr Dr. Martin Geuking (FDP) hin. Er konstatierte: „Signale, die Geld kosten, gehen in eine falsche Richtung.“ Josef Flögel (Bündnis 90/Die Grünen) warnte davor, die Haushaltskonsolidierung leichtfertig zur Disposition zu stellen.
Dagegen verwies Hartmut Rulle auf eine hohe Erwartungshaltung in der Bevölkerung. Und wie die Kirche zu dem Projekt stehe, könne man daran erkennen, dass der Erlös des nächsten Pfarrfestes für das Trauerhallenprojekt verwendet werden soll. Rulle: „Sich jetzt gar nicht auf den Weg zu machen, wäre fatal.
Bürgermeister Peter Amadeus Schneider berichtete von einer „offenen, positiven Stimmung“ in der katholischen Kirche zum Trauerhallenprojekt. Auch der Förderverein in Appelhülsen sei sehr engagiert. Schneider schlug als Kompromiss vor, all diese Bemühungen abzuwarten und erst im Rahmen der Etatberatungen neu zu diskutieren und zu beschließen. Ein Vorschlag, den CDU und UBG in einer Sitzungsunterbrechung diskutierten, dem sie aber nicht folgten. Mit 7:6 Stimmen passierte der CDU-Antrag den Ausschuss.