CDU trauert um Dr. Karl Teppe
Wie am Wochenende bekannt wurde, erlag er mit nur 69 Jahren am vergangenen Donnerstag einem Krebsleiden.
Der 1974 promovierte Historiker Teppe startete nach einer wissenschaftlichen Assistententätigkeit 1979 seine LWL-Laufbahn. Zunächst war er wissenschaftlicher Referent im damaligen Provinzialinstitut für westfälische Landes- und Volksforschung, wenige Jahre später wurde er wissenschaftlicher Direktor des heutigen LWL-Instituts für Regionalgeschichte. Seit 1999 amtiert Teppe als LWL-Kulturdezernent. An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat er eine Honorarprofessur für Neuere und Neueste Geschichte sowie Westfälische Landesgeschichte inne. Unter anderem war er zudem Geschäftsführendes Präsidialmitglied der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft, Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit e.V.
Dr. Teppe zeichnete sich durch seinen hohen Fachverstand und seine menschliche Integrität aus. Er schlug Brücken zwischen den Parteien und Gruppierungen.
Bedeutende Vorträge zum Thema Euthanasie oder Desertion im dritten Reich hielt er zum Beispiel auch bei der Friedensinitiative Nottuln.
Innerhalb der CDU stiess er so manchen Denkprozess neu an. So blieb er auch nach seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat immer wieder gefragter Gesprächspartner.- Zuletzt hatte er sehr kritisch den Weg der CDU-Fraktion zur Sekundarschule in Nottuln begleitet.