Der Jugend Gehör verschaffen
Nottuln - Die Junge Union Nottuln geht mit einem neuen Vorstandsteam in die kommenden Monate. Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder Simon Schönhauser.
Die Junge Union Nottuln geht mit einem neuen Vorstandsteam in die kommenden Monate. Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder am Donnerstag Simon Schönhauser. Der 17-jährige Schüler des Gymnasiums Nottuln möchte der JU im Ort wieder zu mehr Präsenz verhelfen und die Mitgliederbasis stärken (siehe auch „Drei Fragen an“). Schönhauser: „Ich freue mich auf die nächste Zeit.“
Stellvertretender Vorsitzender ist wie bisher Christoph Dingemann. Zum neuen Schriftführer wählten die Mitglieder David Beyer, zu Beisitzern Christian Rose und Timo Schulze Brock.
Simon Schönhauser tritt die Nachfolge von Viktoria Ingwald an, die wegen eines Wohnortwechsels nicht mehr zur Verfügung steht. Auch Nina Weymann, früher schon einmal JU-Vorsitzende gewesen und zuletzt als Beisitzerin tätig, zieht sich aus der JU-Arbeit zurück. Beiden galt ein herzlicher Dank für die bisher geleistete Arbeit, sowohl von den Mitgliedern als auch vom JU-Kreisvorsitzenden Christoph Wäsker, vom Vorsitzender der befreundeten JU Dülmen, Marcel Christensen, sowie nicht zuletzt von der „Mutterpartei“ selbst, am Donnerstag vertreten durch Georg Schulze Bisping (Ortsvorsitzender), Dieter Welbers und Margarete Große Wiesmann (Gemeindeverbandsvorstand) sowie Hartmut Rulle (Fraktionsvorsitzender).
In ihrem Rechenschaftsbericht sprach Viktoria Ingwald von einem Jahr mit vielen Höhen, aber auch Tiefen. Das Thema Mitgliederentwicklung habe den Vorstand stark beschäftigt. „Wir mussten feststellen, dass die Piraten bei der Jugend deutlich punkten“, bilanzierte Ingwald. Die Piraten werben mit ihren Netzwerken und ihrer Technikfreundlichkeit: „Darauf fahren viele Jugendliche ab.“ Wenig erfreulich waren für die Junge Union auch die letzten Wahlergebnisse der CDU. „Politik ist nicht einfach, man muss auch Rückschläge einstecken können“, formulierte Viktoria Ingwald.
Doch es gab auch positive Erlebnisse, die die JU-Mitglieder zu weiterem Engagement motivieren. Positiv seien zum Beispiel die Teilnahme am Polit-Café des Gymnasiums, die Teilnahme an der Berufsausbildungsbörse sowie die Kontakte zur JU Dülmen gewesen. Weiterhin sehr viel positive Resonanz erhält die Junge Union Nottuln für ihren Ausbildungsatlas, den es mittlerweile auch auf Kreisebene gibt.
Kontakte knüpfen, sich austauschen, Themen erörtern, das wünschte die ausscheidende Vorsitzende den Mitgliedern für die Zukunft. „Es ist wichtig, dass Jugendliche aktiv werden. Alles kann ein politisches Thema sein.“
Stellvertretend für die Partei vor Ort dankte Georg Schulze Bisping den jungen Leuten für ihre Arbeit. Was das schlechte Abschneiden der CDU bei den vergangenen Wahlen angeht, sieht der Ortsvorsitzende Versäumnisse in der eigenen Partei. Es gebe sicherlich einen Reformbedarf in der CDU, meinte Schulze Bisping und forderte die Rückkehr zu einer Politik von unten nach oben.