Darup - Der CDU-Ortsverband Darup hat einen neuen Vorsitzenden: In der Jahreshauptversammlung im Landgasthaus Egbering erhielt Paul Leufke, der bereits zehn Jahre als Stellvertreter fungierte, das einstimmige Votum. Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Klaus Overesch (bisher Beisitzer). Beide wurden auch als Kandidaten für den Vorstand des Gemeindeverbandes benannt. Wiederwahl hieß es für Schriftführerin Anneliese Hanning und die Beisitzer Norbert Kummann, Peter Frieling und Benedikt Wessling. Das Beisitzerquartett komplettierte Dirk Wilstacke.
Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Vorsitzenden Siegfried Laske hatte Leufke die angenehme Aufgabe, Paul Frieling, Rolf Schürholz und Robert Wensing für deren jeweils 40-jährige Mitgliedschaft mit einer Anstecknadel in Silber auszuzeichnen. In Gold gab es die Verdienstnadel für Theo Struwe. Er hält bereits seit 50 Jahren der CDU Darup die Treue.
In seinem Vorstandsbericht bekräftigte Leufke, dass sich die Ortsunion weiter mit Nachdruck den Daruper Zukunftsthemen widmen werde: Baugebiet Schoppmanns Wiese, Gewerbegebiet hinter der Reithalle, Umgestaltung der Ortsdurchfahrt, Projekt Schoppmanns Hof sowie Radweglückenschluss B 525/Daruper Berg und Vervollständigung Fuß- und Radweg Roruper Straße/Gartenstraße bis zum ehemaligen Hahnsweg.
„Die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Darup kann man vergessen“, prognostizierte Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle mit Hinweis auf die 2011 und 2012 um rund vier Millionen Euro reduzierten Landeszuschüsse. Dass auch der Kreis nur noch einen begrenzten finanziellen Spielraum habe, berichtete Norbert Kummann. Der Lückenschluss des Fuß- und Radweges bis zum Hahnsweg sei nicht förderfähig, so dass sich Gemeinde und Kreis die Kosten teilen müssten.
Mehr Druck auf die Gemeinde forderten einige Mitglieder in Bezug auf fehlende Bushalteunterstände und den DSL-Ausbau. „Wir haben nur Tröpfel-DSL in Darup“, kritisierte Jörg Grabenschröer. Hartmut Rulle entgegnete, dass sich aufgrund der geringen Abnehmerzahl auf dem Land kein Anbieter verbindlich verpflichten wolle.
„Der Landschaftsverband torpediert das Projekt Hof Schoppmann“, kritisierte der Geschäftsführer der Interkulturellen Begegnungsprojekte (IBP), Martin Althoff, der auf Einladung der Daruper CDU einen Bericht zu diesem Projekt vortrug. „Die IBP würde den Hof gerne kaufen, kann es aber nicht, da dies förderschädlich wäre.“ Er stellte den landesweiten Modellcharakter des Projektes heraus und wies auf viele positive Rückmeldungen hin, unter anderem die Zusage der NRW-Stiftung.