CDU Gemeindeverband Nottuln

Für ein lebenswertes Darup

Darup. Robert Wensing war rund 20 Jahre im Gemeinderat, und fast eben so lange hat er um eine Ortsumgehung für Darup gekämpft. Kein Wunder, dass er am Donnerstag (31. Mai) nach dem offiziellen Baubeginn einen der vielen Spaten, zu denen die prominenten Gäste gegriffen hatten, als Andenken mit nach Hause nehmen will. Einen Spaten mit dem Autogramm von Landesverkehrsminister Oliver Wittke, der den Darupern an dem für sie so lang ersehnten Tag seine Aufwartung macht.
Rund 100 Bürger und geladene Gäste haben sich unter den weißen Zelten versammelt, auf die es in Strömen regnet. „Wir nehmen das mal als Zeichen eines fruchtbaren Anfangs“, kommentiert Bürgermeister Peter Amadeus Schneider das Wetter. Dieser Anfang ist herrlich – kommt aber viele Jahre zu spät, finden Rolf und Sigrid Schürholz, die sich in der Bürgerinitiative für die Ortsumgehung stark gemacht haben. Das Ehepaar wohnt an der Coesfelder Straße. „Die Fenster dahin können wir nicht aufmachen, so laut ist es“, sagt Rolf Schürholz.


Donnernde Lastwagen, Engpässe in der Ortsdurchfahrt, Gefahren für Fußgänger, Radfahrer und Schulkinder – das soll jetzt besser werden. „Wir wollen Darup und im nächsten Schritt auch Nottuln zu lebenswerten Gemeinden machen“, sagt der Minister und dankt dem Heimatverein, der sich schon Gedanken über die Neugestaltung des Ortskerns gemacht hat. „Die Ortsumgehung ist dringend notwendig, um die Bevölkerung zu entlasten und die wunderschönen Ortslagen aufzuwerten“, so Wittke. Gleichzeitig stärke die neue Umgehungsstraße als wichtige Achse von Münster über Coesfeld in Richtung Niederlande die Verkehrsinfrastruktur der Region. Wittke: „Wir schließen hier und danach in Nottuln eine Lücke im Netz und werden so auch den wachsenden Verkehrsströmen gerecht.“ Dass der erste Spatenstich nach langer Planung endlich erfolgen könne, sei auch ein Erfolg, den sich die Bürgerinitiative auf die Fahnen schreiben dürfe.


Den „engagierten Bürgern und kooperativen Grundeigentümern“ dankte auch Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Wie weit die Diskussion um die Ortsumgehung zurückgeht, machte Harald Friedrich Austmeyer, Geschäftsführer des Landesbetriebs Straßenbau NRW, auf launige Weise deutlich: mit einem Beschwerdebrief des Pfarrers Kroos von 1828 über die preußische Chaussee, die den Ort durchschneidet.