CDU Gemeindeverband Nottuln

Aufbruchstimmung in der Nottulner CDU - Konstituierende Sitzung des neuen CDU-Gemeindeverbandvorstands

Aufruf auch zu unkonventionellen Lösungen für anstehende Herausforderungen

Nottuln. Mit einem dicken Themenpaket startete der neue Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes Nottuln in seine Vorstandsarbeit. „Wir wollen in Nottuln Positives gestalten und verlässlicher Ansprechpartner für unsere Bürgerinnen und Bürger sein. Gerne treten wir dabei in einen Wettstreit um die besten Ideen und Konzepte mit den übrigen Nottulner Parteien und politischen Gruppierungen ein. Stillstand und Konzeptlosigkeit können wir uns in diesen Zeiten nicht leisten. Hier gilt es beherzt zuzupacken und dazu sind wir hoch motiviert“, fasste der neue CDU-Vorsitzende, Christian Schulze Pellengahr, das Selbstverständnis des neuen Vorstands zusammen.
„Dabei haben wir die Zielsetzung klar vor Augen: Nottulns Handlungsfähigkeit trotz der schwierigen Finanzlage auszubauen und zu stärken. Wir sind eine lebenswerte Gemeinde, die große Stärken und Vorzüge hat. Hier ist jedoch noch viel ungenutztes Potential, dass es zu erschließen gilt. Die CDU will dabei auch unkonventionelle Wege und Lösungsansätze untersuchen und sich neuen Wegen öffnen“, so Schulze Pellengahr weiter. „Ein `das haben wir ja noch nie so gemacht’ oder `das war schon immer so’ können wir nicht gelten lassen. Wir laden die Bürgerinnen und Bürger aus allen Ortsteilen ein, sich mit ihren Ideen in unsere Arbeit einzubringen und sind für Anregungen und Verbesserungsvorschläge dankbar“, sagte Schulze Pellengahr.

Dass dafür die Rahmenbedingungen in der Opposition aktuell nicht ganz so leicht sind, ist den Christdemokraten klar. „In der Sacharbeit werden wir im Rat und in den Ausschüssen um Mehrheiten für unsere Anliegen werben“, ergänzte Schulze Pellengahrs Stellvertreterin Margarete Große-Wiesmann bei der konstituierenden Vorstandssitzung, die jetzt im Gasthaus Waltering stattfand.
Die Umsetzung der Ziele spiegelt sich auch im Arbeitsprogramm des Vorstands für die nächsten Monate wieder: Themen wie die konsequente Fortführung des Leitziel-Projektes, die Herausforderung des Demografischen Wandels für Nottuln, die Entwicklung der Gemeindefinanzen und die Positionierung Nottulns im regionalen Wettbewerb stehen auf der Agenda des CDU-Vorstandes. „Es geht hier nicht um unsere Partei, es geht um Nottuln!“, betonte dabei Christian Schulze Pellengahr.

Breiten Raum nahm natürlich auch bei dieser ersten Vorstandssitzung die Entwicklung rund um das Baugebiet „Appelhülsen Nord II“ ein. Der CDU-Vorstand unterstützt dabei Kurs und Forderung der CDU-Ratsfraktion nach einer schonungslosen Aufklärung, die durch den CDU-Antrag auf Einschaltung der Kommunalaufsicht auf den Weg gebracht wurde. Dabei gestand Schulze Pellengahr: „Mir als jungem Ratsmitglied sind die Vorgänge von damals auch nur aus der Zeitung und aus zweiter Hand bekannt. Hier wünsche ich mir die nötige Transparenz, um nachvollziehen zu können, warum damals alle Ratsfraktionen der nicht unproblematischen baulichen Entwicklung in Autobahnnähe in Appelhülsen zugestimmt haben. Ich warne jedoch davor, in diesem frühen Stadium den früheren Verantwortlichen im Rathaus pauschal die Schuld in die Schuhe zu schieben. Damit machen wir es uns zu einfach. Hauptverantwortlich ist und bleibt der Gemeinderat, der damals so entschieden hat. Zunächst einmal müssen jedoch alle Fakten auf den Tisch. Die Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu diesem Thema am 10. Mai bietet hierfür eine gute Gelegenheit. Dabei wird sich offen zeigen, ob es SPD, UBG und Grünen auch an einer konstruktiven Lösung des Problems gelegen ist oder ob ihnen weiterhin der effektvolle Wahlkampf wichtiger ist.“