CDU Gemeindeverband Nottuln

Repowering auf dem Baumberg: CDU setzt auf Dialog mit Bürgern und Nachbarn!

"Ihr Vortrag hat uns einen guten Einstieg in die aktuelle Diskussion ermöglicht. Wir werden ergebnisoffen weitere Fakten sammeln, um dann in eine Bewertung einzusteigen" bedankte sich CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle bei Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein.

Prof. Köhnlein stellte am Montagabend in der CDU-Fraktion zusammen mit seinen Kollegen von der Windkraft Baumberge GmbH das Repowering-Konzept des Unternehmens vor.
Die Gesellschaft plant, auf dem Baumberg die beiden vorhandenen Windräder durch eine, dafür aber deutlich größere Anlage zu ersetzen. Vor diesem Hintergrund verdeutlichte Prof. Köhnlein in einem umfassenden Vortrag die Notwendigkeit erneuerbarer  Energien. Hierzu erntete er  die uneingeschränkte Zustimmung der CDU-Fraktion, aus deren Reihen  auf den wenig ermutigenden Klimagipfel in Kopenhagen hingewiesen wurde. Umso mehr sei jetzt Handeln vor Ort angesagt.

Rudolf Blomberg, Paul Lülf-Niehoff und Prof. Wolfgang Köhnlein vor einem der beiden Windräder am Longinusturm.Foto: (Dorothee Harbers)
 Das neue Windrad soll auf dem Baumberg die heutige Anlage ersetzen. Dieser Standort befindet sich jedoch nicht in einem Windvorranggebiet. „Wir müssten zur Realisierung der geplanten Anlage eine Ausnahmegenehmigung zum bestehenden Regionalplan beantragen“, räumte Prof. Köhnlein rechtliche Bedenken ein. Im jetzigen Rechtzustand ist die vorgesehene Anlage nicht genehmigungsfähig.

Kurzfristig waren einige direkt betroffene Nachbarn vom Baumberg zu der öffentlichen CDU-Sitzung gekommen, um ihre Bedenken vorzutragen. So wurde  der Schattenwurf der neu projektierten Windkraftanlage sowie die Geräuschentwicklung und durch die Höhe von 155 Metern die Fernwirkung für den Höhenkamm der Baumberge angesprochen. Auch die Umweltverträglichkeit einer solchen Anlage auf Wild-, Kleintier- und Pflanzenwelt wurde in Frage gestellt.  

Besonderes Unverständnis äußerten die Anwohner gegenüber der Betreibergesellschaft, da sie erst aus der Presse von deren Planungen erfahren hätten. Auf Vermittlung der CDU wird es nun einen direkten Dialog zwischen Betreibergesellschaft und der Nachbarschaft Baumberge geben, um mögliche Bedenken und Sorgen ausräumen zu können. 

Weiter regte die CDU eine Computersimulation an, um die Außenwirkung dieses im Wortsinne "Leuchtturm-Projektes" im Landschaftsbild fassbar zu machen. Hierzu erklärte Prof. Köhnlein, dass eine Anlage in der geplanten Größe weit und  breit nicht zu finden sei. Dazu müsse man derzeit bis nach Emden fahren.

Neben diesen sehr kritischen Nachfragen konnten die CDU-Ratsmitglieder jedoch auch einige positive Aspekte beleuchten: So soll die neue Anlage statt bislang 1,3 Mio. KWh gleich bis zu 6 Mio. KWh Energie produzieren. Die Effizienz werde auf 50 Prozent verdoppelt und der Schattenwurf ließe sich durch eine erhebliche Verminderung der Umdrehungszahl reduzieren.

Hartmut Rulle schloss die Sitzung mit den Worten: „Die CDU wird die unterschiedlichen Facetten des Themas weiter beleuchten. Hier liegt uns insbesondere der Dialog mit Bürgern und Nachbarn der geplanten Anlage am Herzen. Wir sind froh, hier heute erste Gespräche zwischen Betreibergesellschaft und Nachbarn auf den Weg gebracht zu haben“.