Karl Schiewerling wird nach 25 Jahren als Diözesansekretär verabschiedet
Viele Menschen seien in den schnelllebigen Zeiten auf der Suche nach Orientierung. „eine große Chance und Aufgabe für Kolping“. Schiewerling erinnert an die Kolpingtage 1989 in Metelen und 1999 in Ahaus - mit jeweils über 5000 Teilnehmern. „Kolping hat Einfluss“. Und weiter: Kolpingsfamilien als Knotenpunkte im bürgerschaftlichen Netzwerk - geprägt durch das Ehrenamt als wichtige Stütze des gesellschaftlichen Miteinanders. Dazu müsse sich Kolping auf die Kernaufgaben konzentrieren „und so ein klares Profil zeigen“.
Der Nottulner betont, aus den katholischen Sozialverbänden wie dem Kolpingwerk seien wichtige Impulse in die Sozialpolitik hineingegeben worden, die auch ihn als CDU-Politiker tief geprägt hätten. Gerade aktuell seien Tausende Unterschriften für ein Rentenmodell der katholischen Verbände in Berlin übergeben worden.
Im September 1984 übernahm Karl Schiewerling die für ihn neu eingerichtete Stelle. Wichtigster Auftrag: „Die inhaltliche Arbeit und Positionierung des Kolpingwerkes“. Dazu erhielt er ein politisches Mandat: „Ich wurde erst gewählt, später dann angestellt.“ Dieses sei wichtig gewesen, um die Bedeutung der Kolping-Idee für die Gesellschaft hervorzuheben.
Ende der 80er Jahre zählten die Kolpingsfamilien im Bistum rund 44 000 Mitglieder. „Aktuell spiegelt die Mitgliederstruktur den gesellschaftlichen Wandel wider“. Will heißen: Die geistigen Wurzeln der Kolping-Idee spielen noch immer eine große Rolle. „Sie müssen gepflegt werden und geben Orientierung.“ Ein Beispiel: die große Zahl der Familienkreise innerhalb des Kolpingsfamilie. Neben gemeinsamen Unternehmungen werde auch diskutiert. „Da ist nichts antiquiert“.