Nottuln - Welch ein Zufall! Die Nennung des Geburtsjahres der Kommunalwahlkandidaten auf den Stimmzetteln geht auf die Initiative des Nottulners Henrik Bröckelmann zurück. Der CDU-Politiker, der auch schon dem Gemeinderat angehörte, ist Mitglied im Bundes- und im Landesvorstand der Jungen Union. „Vor einiger Zeit hat die Junge Union NRW auf meine Initiative hin beschlossen, den Landtag aufzufordern, dass künftig die Geburtsjahre der Kandidaten auf den Stimmzetteln stehen müssen“, schilderte der Nottulner. Die Mehrheitsfraktionen im Landtag hätten diese Initiative aufgegriffen und in die Kommunalwahlordnung aufgenommen.

Überrascht war Bröckelmann, als er nun seine Briefwahlunterlagen erhielt und sah, dass auf den Stimmzetteln für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl die Geburtsjahre der Kandidaten fehlten. Der Nottulner hat trotzdem die Stimmzettel ausgefüllt und zurückgeschickt, gleichzeitig aber auch den Beigeordneten Klaus Fallberg, der als Wahlleiter fungiert, per E-Mail über das Versäumnis informiert. Allerdings: Der Beigeordnete befindet sich noch im Urlaub.
„Unser Ziel war und ist es, die jungen Kandidaten besser erkennbar zu machen, da diese in den kommunalen Vertretungen oft unterrepräsentiert sind“, sagte Henrik Bröckelmann. Mit der Angabe des Geburtsjahres habe der Wähler nun erstmals die Möglichkeit, sich bewusst für eine Unterstützung junger Menschen zu entscheiden.