Der Kreisverband Coesfeld der Jungen Union (JU) geht gestärkt aus dem Jahr 2008 hervor. „2008 war ein erfolgreiches Jahr für uns“, meinte JU-Kreisvorsitzender Christoph Wäsker beim Neujahrsempfang, der am Wochenende in Nottuln in der Alten Amtmannei stattfand. Wäsker erinnerte daran, dass die JU des Kreises Coesfeld als bester Kreisverband des Jahres ausgezeichnet worden sei, gefolgt von den JU-Verbänden aus Soest und Gütersloh. Das erfolgreiche Abschneiden war Anlass für einen gemeinsamen Meinungsaustausch der drei Kreisvorstände. Mitgliederwerbung sei ein Thema der gemeinsamen Sitzung gewesen, berichtete der Kreisvorsitzende und betonte: „Ich möchte in diesem Jahr die 500-Mitglieder-Grenze überschreiten.“

Julian Allendorf als Vorsitzender der Jungen Union Nottuln informierte die zahlreichen ortsfremden Gäste über den historischen Nottulner Ortskern, der auf das Wirken von Johann Conrad Schlaun zurückgehe. Den Blick in die Zukunft richtete anschließend Jens Spahn, der junge CDU-Bundestagsabgeordnete (Jahrgang 1980) aus dem Kreis Borken. „Einige von euch haben noch keine Wahl mitgemacht", schmunzelte er mit Blick in die Runde, „und nun kommen Schlag auf Schlag drei hintereinander." Bei Europa-, Kommunal- und Bundestagswahl sei auch die Hilfe der Jungen Union wichtig. Spahn bezeichnete 2008 als „in unserer Region ein Bombenjahr". Er wies auf die niedrige Arbeitslosenquote und die große Exportsumme des Münsterlandes hin. Aber natürlich sprach der Bundestagsabgeordnete auch die Finanzkrise und das von der Bundesregierung geplante Konjunkturprogramm an. Als übergeordnetes Ziel plädierte Spahn dafür, die Schulden stärker zu begrenzen und den Haushaltsausgleich herbeizuführen. „Über Konjunkturprogramme kann man streiten", so Spahn. Er persönlich sei skeptisch, Gesetze zu verabschieden, wenn die Tilgung nicht geklärt sei. „Ich sehe ein, dass wir etwas tun müssen", betonte Spahn, „aber nach uns kommende Generationen dürfen nicht durch Entscheidungen, die heute getroffen werden, eingeschränkt werden." Deshalb sei es wichtig, dass die JU ihre Themen einbringe.