CDU Gemeindeverband Nottuln

Spitzenergebnis für van der Poel

Nottuln. Fabelhaftes Ergebnis für Raphael van der Poel. Gestützt von einem 96-Prozent-Votum der Mitglieder, geht der 49-jährige Sendener als Bürgermeisterkandidat der CDU in das Rennen um den Chefposten im Nottulner Rathaus. In der Nominierungsversammlung am Donnerstagabend gaben 73 Mitglieder dem parteilosen van der Poel ihre Stimme. Zwei Mitglieder stimmten mit Nein, eines enthielt sich. „Ein traumhaftes Ergebnis“, war Parteivorsitzender Christian Schulze Pellengahr hoch erfreut. CDU-Kreisvorsitzender Werner Jostmeier: „Ein besseres Ergebnis kann man dem Kandidaten kaum wünschen.“ Van der Poel selbst zeigte sich überwältigt und versprach: „Wir werden es schaffen.“

Ein starkes Signal des Aufbruchs und der Geschlossenheit sollte von dieser Parteiversammlung ausgehen. Und das gelang. Der ungewöhnliche Tagungsort, die moderne, Optimismus versprühende, gläserne Ausstellungshalle des Autohauses Rump, in der noch einige Spitzenprodukte des Herstellers standen, trug dazu ebenso bei wie der Ablauf der Versammlung selbst mit musikalischen Intermezzi von Paul Franke und einer lockeren Talkrunde.

Respektabel die Zahl der Teilnehmer aus dem 250 Mitglieder starken CDU-Gemeindeverband. 79 stimmberechtigte Christdemokraten waren gekommen. Dazu noch einmal ungefähr die gleiche Anzahl an Gästen – Vertreter von Vereinen, Schulen, anderen Parteien, aus der Verwaltung, einzelne Bürger. Und nicht nur das. Die CDU hatte auch ihre Spitzenleute aus dem Kreis motiviert: Kreisvorsitzender Werner Jostmeier, der trotz seines Geburtstages gekommen war, Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling, Landrat Konrad Püning, Richard Borgmann, Lüdinghauser Bürgermeister und Sprecher der Bürgermeisterkonferenz, CDU-Bürgermeisterkandidaten aus der Nachbarschaft. All das sollte demonstrieren: Hier steht eine Partei geschlossen mit ihren Mitgliedern und Funktionsträgern hinter dem Kandidaten.

Van der Poel selbst war zu Beginn der kleinen Talkrunde erkennbar angespannt. Doch das verging mit zunehmender Dauer. Ehefrau Sabine charakterisierte ihren Mann als motivierend, fleißig, authentisch. „Er hat sehr viele positive Eigenschaften.“

Die sah auch Kreisvorsitzender Jostmeier. Ein Bürgermeister müsse über fachliche und soziale Kompetenz, Engagement sowie menschliche Integrität und Vertrauenswürdigkeit verfügen. All dies sei bei Raphael van der Poel der Fall.

In seiner mit Spannung erwarteten Antrittsrede verstand es van der Poel, obwohl nicht Mitglied der Partei, eine Brücke zu den Mitgliedern zu bauen. Der Verweis auf die CDU-Mitgliedschaft seiner Frau, die Erinnerung an die Ratstätigkeit der Mutter, die vielen Kontakte zu Landrat und Bürgermeistern im Kreis, die Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender und als Geschäftsführer, all das sollte zeigen: Hier tritt ein politischer Mensch, ein wertekonservativer, mit menschlicher und sachlicher Kompetenz ausgestatteter Kandidat an.

Besonders groß war der Beifall der Mitglieder, wenn van der Poel Ziele für Nottulns Zukunft skizzierte: zum Beispiel die stärkere Berücksichtigung der kleineren Ortsteile, die Stärkung des Schulwesens, der Einsatz für Arbeitsplätze vor Ort, die Entwicklung eines Leitbildes Nottuln 2020 („Wenn man weiß, wo man hin will, kann man besser arbeiten“).

Mit seinem Auftreten am Donnerstag konnte Raphael van der Poel bei den Mitgliedern punkten. Ein Appelhülsener Landwirt verriet: „Ich kenne ihn. Er ist super.“

Mit anderen Worten hatte das Vorsitzender Christian Schulze Pellengahr in seiner Begrüßung gesagt: „Raphael van der Poel hat das Zeug dazu, als Bürgermeister die Gemeinde Nottuln nach vorn zu bringen.“

Der Wahlkampf ist eröffnet.