CDU Gemeindeverband Nottuln

Erkenne die Zeichen der Zeit

Karl Schiewerling MdB Foto: CDU Rheine

Karl Schiewerling MdB in Bochum

Nach Angaben der Polizei wurden im Jahr 2013 im Kreis Coesfeld insgesamt 5.122 Verkehrsunfälle gemeldet. Dabei sind 817 Menschen verletzt worden. Leider starben 11 Personen und 183 wurden schwer verletzt und mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das ist eine traurige Bilanz. Das Leben hat sich bei manchen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürgern durch den Unfall schlagartig verändert. Die Teilnahme am täglichen Leben ist anders geworden. Manchmal sind es tiefe Einschnitte im familiären Umfeld, im Freundeskreis, im Arbeitsleben. Einzelne wurden so schwer verletzt, dass sie lebenslang Behindert sein werden. Für sie ist die teilweise oder auch vollständige Rückgewinnung von Sprache, Sehen, Fühlen, Gehen ein großer Gewinn für den Wiedereintritt in das Leben, in ein Leben, an dem sie wieder teilhaben können. 

Die Berufsgenossenschaften, allen voran die frühere Bergbau-Berufsgenossenschaft, heute die BG-RCI, haben zusammen mit japanischen Wissenschaftlern einen Roboter entwickelt, der Gedanken „lesen“ kann. Dieser Roboter empfängt die schwachen Nervenströme, die das Gehirn an die Muskeln sendet, über die Haut. Der Empfänger des Roboters leitet die Information weiter an einen Verstärker. Der Verstärker sendet den Strom an die Bewegungselemente des Roboters, der daraufhin genau das ausführt, was das menschliche Gehirn befohlen hat. Aber auch die Rückmeldung an das Gehirn „Befehl angekommen“ und „Befehl ausgeführt“ wird registriert. Die Erfolge sind für Querschnittgelähmte und   Schlaganfallpatienten verblüffend. Bereits 30 Personen konnten mittels Roboterunterstützung wieder gehen lernen. 

Erkenne die Zeichen der Zeit, dachte sich Karl Schiewerling. Damit diese Weltneuheit (das Robotersystem ist erst seit 3 Jahren in der wissenschaftlichen Erprobung) nicht am ländlichen Raum wie dem Kreis Coesfeld vorüber geht, hat sich der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling das Robotersystem direkt vor Ort beim Einsatz an Patienten angesehen. Der Roboter ist allerdings nicht nur in der Rehabilitation einsetzbar, sondern unterstützt das Pflegepersonal bei schwerem Heben von Patienten und entlastet dabei gleichzeitig die Wirbelsäule der Pflegenden. Hierfür wird aus einem kompletten Roboter ein Teilroboter wie zum Beispiel ein Becken oder Arm unterstützender Kraftspender. Mit dem Roboter muss man nicht immer nur stehen, man kann sich auch hinsetzen und wieder aufstehen. Wichtig ist dabei immer, dass der Bewegungsbefehl von einem Gehirn kommt und auf den Roboter übertragen wird. Die Bewegungsbefehle können auch von einem gesunden Menschen, der neben dem Patienten steht, auf den Roboter des Patienten übertragen werden. Auf diese Weise ist es möglich, betroffene Menschen „anzulernen“. Für Karl Schiewerling war es besonders wichtig, Menschen in schwierigen Situationen auch zukünftig fachlich helfen und den Helfern neue Möglichkeiten und Wege zur Sicherung ihrer körperlichen Gesundheit und Unterstützung ihrer physischen Kraft aufzeigen zu können.