CDU Gemeindeverband Nottuln

Das Tor zum Rhodeplatz bleibt weit offen

Durchfahrt zum Einkaufszentrum wird nicht kleiner

Klares Signal der Politik an den Eigentümer: Am „Tor zum Dorf“ wird nicht gerüttelt. Gemeint ist damit die 14,35 Meter breite und überdachte Zufahrt von der Heriburgstraße zum Einkaufszentrum auf dem Franz-Rhode-Platz.

Klares Signal der Politik an den Eigentümer: Am „Tor zum Dorf“ wird nicht gerüttelt. Gemeint ist damit die 14,35 Meter breite und überdachte Zufahrt von der Heriburgstraße zum Einkaufszentrum auf dem Franz-Rhode-Platz. Diese Öffnung zum Ortskern ist einer breiten Mehrheit der Politik so wichtig, dass sie auch eine eventuelle Abwanderung der Drogerie Rossmann in Kauf nimmt. Denn darum geht es:

Wegen der künftigen Wettbewerbssituation mit einer weiteren Drogerie vor Ort (Appelhülsener Straße), möchte die Drogerie Rossmann ihre Ladenfläche um rund 100 Quadratmeter vergrößern. Die Erweiterung sollte im Bereich der Zufahrt von der Heriburgstraße erfolgen. Statt heute 14,35 Meter wäre diese Zufahrt künftig nur noch 6,85 Meter breit gewesen. Dem Ausschuss lag nun der Antrag des Eigentümers der Immobilie vor, den Bebauungsplan entsprechend abzuändern.

Immer viel los ist in der Durchfahrt zwischen Rossmann und Edeka. Die Politik möchte diese nicht verkleinert wissen.	 Foto: Frank Vogel
Die Grünen waren bereit, der beantragten Änderung zuzustimmen. Voraussetzung: Für die Zufahrt von der Heriburgstraße zum Einkaufszentrum wird eine Einbahnstraßenregelung eingeführt, und es werden neue überdachte Fahrradstellplätze geschaffen als Ersatz für die wegfallenden Abstellmöglichkeiten in der Zufahrt.

Anders argumentierten die anderen Parteien, die auf die grundsätzliche Bedeutung der architektonischen Konzeption abhoben. Die Öffnung zum Ortskern, die damit erzielt werde, solle nicht angetastet werden. Ansonsten bekomme man einen Bahnhofstunnel, meinte Roswitha Roeing-Franke (CDU).

Nicht wenige Ausschussmitglieder befürchteten wegen der geringen Breite eine Verschärfung der Verkehrssituation. Ein vom Bürgermeister eingebrachter Alternativvorschlag, die Öffnung komplett zuzubauen und den Verkehr über die Zufahrt Daruper Straße zu regeln, rief vor allem bei der CDU massiven Protest hervor.

Mit 14 (CDU, SPD, UBG, FDP) zu zwei (Grüne) Stimmen wurde der Erweiterungsantrag in der vorliegenden Form abgelehnt. Gestorben ist das Projekt damit aber aus Sicht der Politik nicht, denn die hat durchaus Verständnis für den Erweiterungswunsch. In der Diskussion kamen auch mögliche Alternativen auf den Tisch, zum Beispiel ein Anbau an der heutigen Eingangsseite des Marktes, auch wenn dadurch einige Parkplätze wegfallen würden.

Kreative Ideen des Architekten sind gefragt.