Schapdetten - Wie sehr den Schapdettenern die Zukunft ihres Dorfes - insbesondere was die Grundschule und den Kindergarten betrifft - am Herzen liegt, zeigte die große Beteiligung der Bevölkerung an einem Diskussionsabend, zu dem der CDU-Ortsverein ins Hotel „Zur Alten Post“ eingeladen hatte.
Neben starker Unterstützung von Parteifreunden aus Fraktion und Partei konnte CDU-Vorsitzender Heinz Rütering Bürgermeister Peter Amadeus Schneider sowie Vertreter der übrigen Ratsfraktionen begrüßen - so auch die beiden örtlichen SPD-Politiker Renate Brülle-Buchenau und Sascha Michalek.
Stoff für eine kontroverse Diskussion bildeten die Gastkommentare der ortsansässigen Kommunalpolitiker in unserer Zeitung. Vor allem die Ausführungen der SPD wurden kritisiert. Renate Brülle-Buchenau erläuterte aber, dass es sich nicht um aktuelle Wünsche, sondern um „Überlegungen für die Zukunft“, ein mögliches Szenario gehandelt habe (der Text stand unter der Überschrift: „Schapdetten 2030: Wie es aussehen könnte“).
Heinz Rütering hingegen setzt darauf, mit attraktiven Bauplätzen mehr Familien mit Kindern ins Dorf zu holen und damit Kindergarten und Grundschule eine Zukunft geben zu können: „Wir brauchen keine Bagger, sondern Baukräne in Schapdetten.“ Und: „Stirbt die Schule - stirbt der Ort!“
Rütering verwies auf positive Aspekte wie das neue Feuerwehrgerätehaus, den Bürgerwald, die Sporthalle mit Fotovoltaikanlage, die Förderung des Ehrenamtes und appellierte leidenschaftlich für ein zukunftsorientiertes Schapdetten.
Kritisch bewertete er die bauliche Entwicklung, den Hochwasserschutz, die Breitbandversorgung, die Verkehrsanbindung, die Verkehrssicherheit in der Ortslage und die anvisierte Grundsteueranhebung.
Zum Thema Schule erklärte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider: „Als Bürgermeister stehe ich für die Grundschule in Schapdetten.“ Und für die nächsten vier Jahre sei der Bestand auch nicht gefährdet, zeigte er sich auch gestern auf Nachfrage unserer Zeitung optimistisch, was den Standort Schapdetten angehe. Wenn dann die allgemein sinkenden Schülerzahlen allerdings dafür sorgen, dass auch die Zahl der Lehrer reduziert werden müsse, könnte Druck entstehen, meinte Schneider. Denn die Schapdettener Schule ist Standort der Martinus-Grundschule. Und da müsse das weniger werdende Personal dann auf beide Schulen verteilt werden.
Dass die Schülerzahlen sinken, sei auch durch ein neues kleines Baugebiet nicht aufzuhalten. Und ein größeres Baugebiet sei nicht realistisch.
Zum Hochwasserschutz sagte Schneider: „Die Planungen stehen.“ Für die Breitbandversorgung fehlten Gelder. Zur Verbesserung der Infrastruktur nannte Schneider das Beispiel Darup. „Hier will man nach genossenschaftlichem Vorbild und in ehrenamtlicher Betreuung einen Hofladen einrichten. Machen Sie das doch auch hier. Unterstützen Sie die Bäckerei Fröndhoff. Entwickeln Sie einen Lebens-Mittel-Punkt!“ Man könne ein kleines Geschäft allerdings nicht dazu bringen, sein Sortiment auszubauen, wenn man sich ins Auto setze und nach Nottuln zum Einkauf fahre. „Also beginnen Sie bei sich selbst. Schapdetten ist kein Sorgenkind, sondern ein kleiner, feiner Ortsteil, den man liebt und in dem man leben kann.“
Ausgereifte Lösungen - weder für die Verkehrsanbindung, noch für Kindergarten oder Grundschule - bot keine Seite an. So wuchs die Hoffnungslosigkeit auf den Gesichtern der anwesenden Lehrerinnen und Lehrer der St.-Bonifatius-Grundschule.
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