CDU Gemeindeverband Nottuln

Spaziergang auf der neuen Ortsumgehung

Darup - „Mit so einem Andrang habe ich nicht gerechnet“, staunte Georg Schiermann vom Landesbetrieb Straßen.NRW, als sich eine immer größer werdende Menschentraube auf der neuen Brücke der Ortsumgehung am Daruper Berg einfand. Rund 100 interessierte Bürger waren der Einladung des CDU-Gemeindeverbandes Nottuln gefolgt, um sich im Rahmen einer Begehung vor Ort aus erster Hand über die 3,3 Kilometer lange Trasse zu informieren. Mit Projektleiter Gregor Ellerkamp, Manfred Wermer, örtliche Bauaufsicht, und Jürgen Helmig von der gleichnamigen Baufirma standen weitere Fachleute Rede und Antwort.
Rund 100 Daruper folgten der Einladung des CDU-Gemeindeverbandes zur Trassenbegehung der Ortsumfahrt Darup unter fachkundlicher Leitung Foto: (Peter Brüggemann)
„Darup wird nach Fertigstellung der Umgehung deutlich an Lebensqualität und Sicherheit gewinnen. Ohne die trennende Durchgangsstraße mit über 10 000 Fahrzeugen pro Tag wird Darup wieder eine wohnliche Einheit“, stellte CDU-Vorsitzender Siegfried Laske in seiner Begrüßung zufrieden fest. Er wies ebenfalls auf den geplanten separaten Rad- und Fußweg entlang der B525 vom Daruper Berg bis zur Brücke der L580 (Billerbeck/Rorup) hin. Mit dem Bau soll, so Laske, bereits im nächsten Jahr begonnen werden.
 
„Mitte September, voraussichtlich in der 38. Kalenderwoche, wird hier der Verkehr fließen. Dann sind alle Markierungs- und Beschilderungsarbeiten einschließlich der zwei Ampelanlagen fertig“, versprach Georg Schierman. Das klang in den Ohren vieler Daruper offensichtlich wie Musik. Denn spontan wurde noch auf der Brücke der 19. September für eine große Eröffnungsfeier festgelegt. So sollen sich kurzfristig alle Vereine, Nachbarschaften und andere Gruppen, die bereits Straßenfeten oder ähnliche Aktionen für diesen Anlass geplant haben, beim Vorsitzenden des Heimatvereins Jürgen Heiliger, melden: ' 0 25 02/16 60. Im Anschluss soll ein Runder Tisch das Fest vorbereiten.

Zuvor hatte Schiermann darauf hingewiesen, dass im Zuge der Fertigstellung der acht Meter breiten Trasse und der beidseitigen Bankette von jeweils 1,5 Metern sowie der drei Brückenbauwerke und der zwei Regenrückhaltebecken 110 000 Kubikmeter Boden bewegt worden sei. „Die Natur wird sich in wenigen Jahren die Böschung zurückholen“, antwortete Gregor Ellerkamp auf die Frage, warum die Böschung lediglich im unteren Bereich bepflanzt worden sei. CDU-Bürgermeisterkandidat Raphael van der Poel begründete die nicht vorgesehenen Kreisverkehre mit einem im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens getroffenen bestandskräftigen Beschluss. Argumente zur Verkehrssicherheit hätten zumindest dazu beigetragen, so van der Poel, dass es nun auf der Umgehung zwei Ampelanlagen gebe. Bei weiteren Fragen, wie beispielsweise die aus Sicht der Landwirte zu scharfe Kurve in der Verbindung Hahnsweg - Roruper Straße und auch die Höhe des Zaunes im Bereich Sportzentrum wurde im Zuge der einstündigen Begehung Gesprächsbereitschaft durch den Landesbetrieb signalisiert. „Die Zusammenarbeit mit den Landwirten war sehr gut“, lobte Jürgen Helmig. Die Güte eines Ferienerholungsgebietes bescheinigte Ursula Kerkeling aus ungewohnter Perspektive dem Landstrich nahe des Südfeldweges. „Die Trasse ist super gut in die Landschaft integriert. Wir hoffen, dass dies bei der Nottulner Umgehung auch so geschieht“, meinte CDU-Ratsfrau Roswitha Roeing-Franke.