CDU Gemeindeverband Nottuln

„Ich will hier rein!“

Weiberfastnacht in Nottuln.

Nottuln - Weiberfastnacht in Nottuln. Im Rathaus gähnende Stille. „Ja ist denn schon wieder Allerheiligen?“ Kleine Schilder klären auf: Heute geschlossen! Am Hintereingang klopft einer an der verschlossenen Tür: „Ich will hier rein!“ Sein Wunsch scheint nur allzu verständlich - es ist der Bürgermeisterkandidat der CDU, Raphael van der Poel. Er darf auch hinein, schließlich kommt er auf Einladung des Bürgermeisters... 

Hinter der verbarrikadierten Eingangstür tummelt sich der harte Kern aus den Rathausbüros und von den Ratsfraktionen. Mittendrin Bürgermeister Peter Amadeus Schneider im schwarzen Smoking. „Man muss in Würde untergehen“, schmunzelt er vielsagend.


Einer, der sonst die Knöllchen verteilt, ist diesmal in anderer Hinsicht großzügig: Es gibt Berliner haufenweise.

FDP-Mann Helmut Walter erscheint mit leuchtend-roten Hörnern und säuselt süß: „Ich bin der Haushaltsteufel.“ Trotzdem - mit Küsschen ist nichts. Die Damen des Rathauses liebens wohl eher platonisch. Ab und zu blitzt eine Schere. Schnipp - wieder eine Krawatte halbiert. Auch dafür gibts keine Küsschen. Ein Exil-Kölner im Hintergrund hat Tränen der Erinnerung in den Augen: „Ach wat wor dat fröher schön doch en Colonia...“

Draußen bollert es gegen die Tür. Erst vorsichtig, dann heftiger. Der Elferrat der Nottulner KG mit dem Tollitätenpaar will rein. Hausherr Schneider wedelt schnell mit der weißen Fahne. Bevor was kaputtgeht!

Prinzessin Alina lächelt trotz des Schneeregens auf ihrer hübschen Frisur. Ihr Prinz Marcel hält sich ein wenig zurück. Sie nimmt auch den Schlüssel, verliest die närrischen Forderungen für die tollen Tage. „Die Weiber haben halt immer das letzte Wort“, spottet ein Marktbeschicker.

Tanzmusik erklingt. Die KG-Tanzgruppe Steversterne in ihrer blauweißen Uniform wagt trotz des nasskalten Wetters und des rutschigen Bodens einen Auftritt auf dem Stiftsplatz - und erntet dafür viel Applaus.