Hat ein Langzeit-Arbeitsloser in Nottuln geringere Chancen, auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt zu werden, als ein Arbeitsloser im Rest des Kreises Coesfeld? Diese Frage treibt die Nottulner CDU-Ratsfraktion um, seit sie die Bilanz des Kreises Coesfeld nach einem Jahr Hartz IV zur Kenntnis genommen hat. Denn Nottuln nimmt in der Vermittlungsstatistik des Kreises mit 48 Vermittlungen lediglich den vorletzten Platz vor der wesentlich kleineren Gemeinde Rosendahl ein. Demgegenüber kann sich beispielsweise die Gemeinde Senden damit rühmen, mehr als 100 Menschen eine neue Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt gegeben zu haben, berichtet die CDU in einer Pressemitteilung.
Wir möchten vom Bürgermeister wissen, warum gerade sein Zentrum für Arbeit bei der Vermittlungsstatistik Schlusslicht im Kreis Coesfeld ist, so CDU-Ratsmitglied Henrik Bröckelmann.
Deshalb habe die CDU-Fraktion nun die Initiative ergriffen und den Bürgermeister in einem Schreiben aufgefordert, in der kommenden Sozialausschusssitzung zum Thema Hartz IV in Nottuln zu berichten.
Insbesondere interessiert uns natürlich auch, ob und welche Vorstellungen der Bürgermeister hat, dass diese schlechten Vermittlungszahlen in Nottuln besser werden, ergänzt CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Dörndorfer. Denn es dürfe nicht sein, dass ein Langzeit-Arbeitsloser in Nottuln auf Dauer schlechtere Perspektiven habe als jemand in Billerbeck, Dülmen oder Senden.